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Rebecca Horns "Raum des verwundeten Affen"
Berührungsangst zwischen Ost und West

Einen Blick hinter das Zugemauerte werfen: Vor 30 Jahren thematisierte Rebecca Horns "Raum des verwundeten Affen" die Trennung und das Wiederfinden von Ost und West. Jetzt wird es restauriert
MONOPOL
16/09/2020
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Die Freiheit: gesponsert
Seit 30 Jahren konfrontiert Hans Haacke Betrachter im öffentlichen Raum mit großen Buchstaben
DER FREITAG
36/2020
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IN PREPARATION I: Rebecca Horns „Raum des verwundeten Affen“
NATIONALGALERIE20
MUSEUMSNEUBAU AM BERLINER KULTURFORUM


Die Künstlerin Rebecca Horn (*1944) schuf die Installation „Raum des verwundeten Affen“ im Rahmen des Ausstellungsprojektes „Die Endlichkeit der Freiheit“, das sich 1990 der Situation Berlins nach dem Mauerfall widmete. Nach der Ausstellung wurde der „Raum des verwundeten Affen“ vom Land Berlin erworben und der Nationalgalerie überantwortet. 1996 erstmals im gerade eröffneten Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin reinszeniert, ist dieses Schlüsselwerk der Sammlung der Nationalgalerie fest für die Erstpräsentation im Neubau am Kulturforum vorgesehen.

Die Arbeit bildete den ersten Teil der Reihe „IN PREPARATION. Schaurestaurierung für den Neubau der Nationalgalerie am Kulturforum“. Die Reihe gibt einen Blick hinter die Kulissen der Museumsarbeit und konkret in die Vorbereitungen für den Neubau der Nationalgalerie am Kulturforum. Anlässlich der Schaurestaurierung entstand auch eine filmische Dokumentation, die sich der Entstehungsgeschichte des Werkes widmet:

In Preparation I: Rebecca Horns „Raum des verwundeteten Affen“ - Entstehungsgeschichte mit Sarah Alberti, Günther Fenner, Wulf Herzogenrath und Rebecca Horn: https://vimeo.com/453588437

Weitere Information: https://www.nationalgalerie20.de/der-museumsneubau/vor-schau/in-preparation-i-rebecca-horn/
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Das Lebendige an der Kunst
ist die Differenz zur Politik -
das Kunstwerk weist sowohl auf den Terror der Verwirklichung
als auch auf das Unwirkliche hin

Heiner Müller, 1990

MOMENTAUFNAHME IM POLITISCHEN VAKUUM
DISSERTATIONSPROJEKT

Kulturakteure aus Ost und West hatten sich im November 1989 zusammengefunden, um in Berlin das Ausstellungsprojekt "Die Endlichkeit der Freiheit" zu realisieren, das auf eine Idee des Dramatikers Heiner Müller zurückgeht. Zur Besonderheit der dafür von elf nationalen wie internationalen Künstlern gewählten Orte trat während der Laufzeit vom 1. September bis zum 7. Oktober 1990 das historische Moment des politischen Umbruchs, das sich mitunter direkt in die zweiteiligen Beiträge der Künstler einschrieb. Die besonderen Entstehungsumstände berücksichtigend, wird das Ausstellungsprojekt im Rahmen der Dissertation als Zeitzeugnis begriffen und daraufhin befragt, inwieweit es organisatorisch die Geschehnisse, Umbrüche und Annäherungen beider deutscher Staaten auf (kultur-)politischer Ebene im Jahr 1990 spiegelt. Die kuratorisch indirekt formulierten Setzungen Ortsspezifik, Zeitspezifik und Prozesshaftigkeit bilden die zentralen Analysekriterien für ausgewählte künstlerische Beiträge, die die politische Vakuumsituation des Jahres 1990 nicht nur spiegeln, sondern auch deutsch-deutsche Geschichte kommentieren oder künftige Entwicklungen prognostizieren. Die schließlich sichtbaren Beiträge, die kuratorischen Intentionen sowie die historische Vakuumsituation werden aufgrund ihrer genuinen Relationalität einander stets gespiegelt, das Projekt aufgrund seiner Entstehungsumstände auf seine Zeitzeugenschaft für das Jahr 1990 hin untersucht und die künstlerischen Beiträge als öffentlich geäußerte Statements zur Situation Berlins auf dem Weg zur deutschen Einheit gelesen.
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Sarah Alberti: Zur Lage des Hauptes. Via Lewandowskys Beitrag für das Ausstellungsprojekt "Die Endlichkeit der Freiheit" im Jahr 1990, in: Tino Mager und Bianka Trötschel-Daniels (Hg.): Rationelle Visionen. Raumproduktion in der DDR / Forschungen zum baukulturellen Erbe der DDR, Bnd. 8, Weimar 2018, S. 172-189.
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Via Lewandowsky: Zur Lage des Hauptes
Siegessäule / Haus der Ministerien, Berlin 1990
© Fotos: Michael Harms
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Sarah Alberti: Die Endlichkeit der Freiheit Berlin 1990; Hans Haacke: "Die Freiheit wird jetzt einfach gesponsert – aus der Portokasse", in: Jan Wenzel, u.a. (Hg.): Das Jahr 1990 freilegen. Leipzig 2019, S. 490f.
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Die Mauer – ein Phantomschmerz
Gemischte Gefühle beim Anblick der West-Kunst in der Ost-Realität

Petra Kipphoff in: DIE ZEIT 37/1990

Man nehme: einen Berliner Stadtplan, einen Packen bunter Kugelschreiber und den Ausstellungsprospekt "Die Endlichkeit der Freiheit". Dann kreise man die siebzehn Orte des Geschehens farbig ein, informiere sich über Bus-, U- und S-Bahnverbindungen, lege sich einen Ablauf zurecht (Numerierung hilft) und nehme sich zwei Tage Zeit. Am Ende dieser Expedition (ähnlich wurde man nur als Schüler vom Lehrer für Heimatkunde durch die Stadt geschickt) ist man teils am Ende und teils am Anfang. Und hat einen Blick in jene ungewöhnlichen Gefilde getan, die Heiner Müller den "Abgrund der Freiheit" nennt.

Von Heiner Müller, dem Dramatiker, und den Künstlern Rebecca Horn und Jannis Kounellis stammt die Idee, mit einer Handvoll von Künstler-Freunden temporäre Aktionen und Installationen in West- und Ost-Berlin zu konzipieren. ...
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